Die 2. Maiwoche ging es in Schewl´s Fahrerlager nach Warmensteinach.
Vom 10. – 12. Mai findet dort das 20. MGML(Moto Guzzi Mailing Liste) Treffen statt, das ich besuchen werde. Schewis Fahrerlager ist ein Bikertreff, nicht nur für Moto Guzzi.
Das nördliche Oberfranken bietet mit den Regionen Fränkische Schweiz, Frankenwald und Fichtelgebirge traumhafte Landstraßen zum Motorradfahren.
 

Die Hinfahrt :

Miesbach – Bad Aibling – Wasserburg – Haag in Oberbayern – Vilsbiburg – Gangkofen – Frontenhausen – Landau a.d. Isar – bei Straubing über die Donau – Rattiszell – Cham – Oberviechtach – Weiden in der Oberpfalz – Krummenaab/Erbendorf – Kemnath – Weidenberg – Warmensteinach        in Schewis Fahrerlager zum MGML-Treffen (330km)
Tagesausflüge ins Fichtelgebirge und nach Tschechien (Cheb) hatten wir unternommen, sowie in das Oldtimermuseum in Fichtelstein.

Die Heimfahrt hat dann in etwa so ausgesehen:

Warmensteinach – Grafenwöhr – Weiden – Schwandorf – Regensburg – Neufahrn in OB – Landshut – Dorfen – Wasserburg – Rosenheim – Miesbach.

Reiseverlauf:
1. Tag
 Statt Dienstag fuhr ich am Mittwoch gegen 9:00 Uhr von Miesbach weg.

Die Hinfahrt war zwar kühl, aber fast regenfrei. Die letzten 50 km nieselte es ein wenig, die Straßen waren aber nur ein wenig feucht.
Autobahn habe ich gemieden, sind ja für Biker nicht wirklich der Hammer.
Um ca. 15:00 war ich in Warmensteinach im Gästehaus Brix.
Nachdem ich mein Gepäck im Zimmer und mich umgezogen hatte, kam Wolfgang ein Freund der MGML, der von Neuwied kam und einige Kilometer mehr zu fahren hatte.
Die Fahrt war anstrengend, deshalb verzog sich jeder in sein Zimmer.
                                  
2.Tag, Donnerstag Wolfgang und ich machten einen kleinen Ausflug nach Tschechien und zwar nach
Cheb (Eger)

Die Rückfahrt nach Warmensteinach „gespickt“ mit einer nicht endend wollenden Schotterfahrt quer durch die Pampas. Nach endlos scheinenden Kilometern kamen wir wieder festen Boden unter die Reifen. 

Gerade im richtigen Moment kamen wir wieder bei der Unterkunft an. Kaum waren wir da fing es an leicht zu regnen.
Der Regen hörte bald wieder auf, deshalb ging ich rüber ins Fahrerlager, das nur 400m vom Gästehaus entfernt ist.

3.Tag, Freitag Es ging nach dem Frühstück wieder rüber ins Fahrerlager um für das 20.MGML-Treffen Vorbereitungen zu treffen, wie z.B. Banner und Hinweisschilder an den Zufahrtsstraßen anzubringen.
Nachmittags kamen die Nächsten aus allen Richtungen Deutschland und auch aus Frankreich. Das Wiedersehen mit den Guzzifreunden nach einem Jahr war herzlich.
Insbesonders freute ich mich, dass Rolf vom MIC Stammtisch im Laufe des Nachmittags ankam. Wenigsten Einer unseres Stammtisches der auch fährt !
Als ich dann kurz in das das Gästehaus und war überrascht, die Garage war voll mit
Moto Guzzi. 

3 Fahrer mussten leider ihr Schätzchen hinter der Garage abstellen.

Wieder zurück im Fahrerlager, Ralf der Scheffe des Fahrerlagers hatte Geburtstag.
Im Vorfeld hatten wir vereinbart, dass jeder Teilnehmer eine Flasche Bier aus seiner Region mitbringt. Ralf war hin und weg 🙂 

Freitag abends ging es dann relativ früh in die Koje, war doch eine Ausfahrt am Samstag geplant.
4. Tag Samstag war leider das Wetter regnerisch, so fuhren wir mit öffentlichen Verkehrsmittel (die übrigens mit einer Gästekarte frei war) nach Fichtelberg ins dortige Oldtimer Museum.
Jeder der mal in dieser Gegend ist, ist der Besuch ein Muss, nicht nur für Oldtimerfreunde.
Abends wieder im Fahrerlager, wo gegrillt wurde.
Es spielte eine Band, die uns allen in den Bann zog. 
Außer Mikrophone kein Klimbim und die Sängerin — allererste Sahne — 
Zwischendurch gabs eine Tombola, eher ein Spaß als riesige Geschenke 
Irgendwann Nachts machte ich mich auf den Weg in die Pension.

5.Tag Sonntag nach dem Frühstück und dem Packen fuhren wir (Rolf, Wolfgang und meine Wenigkeit) die paar Meter zum Fahrerlager um uns zu verabschieden.

Gegen 11:00 ging es ab. Rolf machte unseren Tourguide.
Da Wolfgang nach den Treffen noch weiter in den Süden fuhr, lud ich ihn ein, bei mir zu übernachten.
Wer Rolf kennt, der weiß dass da nichts war mit Bummeln. Zum Teil fuhren wir mit 150 km/h gen Süden. (Die Tour gen Süden seht ihr oben).
Die Temperaturen bewegten sich so um 10 Grad C. Solange es nicht geregnet hat, war es einigermaßen angenehm. Leider fing es in Höhe Landshut zum Regnen an, der immer heftiger wurde. Auch die Temperaturen bewegten sich nur noch bei 6 – 8 Grad Celsius.
Nach einer Aufwärmpause gings weiter nach Rosenheim.
Rolf lud uns noch in Rosenheim zu ihm in die Wohnung zu Kaffee und Kuchen ein. Seine Frau war sehr fürsorglich, sie brachte uns Wärmflaschen und Decken zum Wärmen. DANKE Natascha !!!
Nach dem guten Kuchen und nach 1 Stunde mussten wir wohl oder übel weiter, wir wollten ja noch im Hellen zu mir nach hause kommen.
Zuhause angekommenbei 5 Grad Celsius ging es, nachdem wir uns aus den nassen Klamotten befreit hatten und umgezogen waren, erst mal zum Essen.
Heute waren wir nach dem doch anstrengenden und kalten Tag froh, dass jeder in sein warmes Bett kam.

Fazit: Trotz des durchwachsenen Wetters und der nicht gerade frühlingshaften Temperaturen waren die 5 Tage ein Highlight der erst kurzen Saison 2019.
Das Fahrerlage mit Wirt Ralf, seine Crew und die schöne Umgebung mit kaum Verkehr ist eine Empfehlung an Jene, die von vestopften Alpen mal Abstand nehmen wollen.


Wo wird es 2020 um 21. MGML-Treffen hingehen? Ich freue mich jetzt schon drauf.